Interview mit der neuen Fachbereichsleitung Frau Engel

Interview mit der neuen Fachbereichsleitung Frau Engel

 

Frau Engel, Sie haben am 15.08.2019 die Stelle von Frau Neißner angetreten, die nach 32 Jahren VHS-Tätigkeit in den Ruhestand gegangen ist. Was werden Ihre Aufgaben bei der VHS Ibbenbüren sein?

„Ich übernehme die Leitung des Fachbereichs Integration und Sprachen von Frau Neißner und zusätzlich die des Bereichs Gesundheit, Fitness und Ernährung. Für beide Fachbereiche konzipiere ich zukünftig das Programmangebot. Außerdem berate ich zu Kurswahlen und nehme von allen Teilnehmenden und Interessierten sehr gerne Vorschläge und Ideen entgegen – denn ich möchte ein für die Einwohner*innen von Ibbenbüren, Hörstel, Hopsten, Mettingen und Recke attraktives Angebot erstellen. Das schließt auch die hiesigen Firmen und Unternehmen ein, für die ich im Rahmen der ‚Bildung auf Bestellung‘ individuelle, bedarfsorientierte Kurse und Veranstaltungen plane. Im Bereich der Integration fällt zudem die Koordination von Sprach- und Orientierungskursen für Geflüchtete inklusive der dazugehörigen Prüfungen in mein Aufgabengebiet, denn die VHS ist zugelassener Träger für Integrationskurse, die vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Da ein gutes Programm in allen Bereichen von guten Dozierenden lebt, zählt der Kontakt zu den Dozierenden ebenfalls zu meinen Aufgaben. Zusammen mit ihnen werde ich das Angebot der Fachbereiche auch in methodischer Hinsicht aktuell halten. Insgesamt bin ich also für eine vollumfängliche Kursbetreuung zuständig, wobei mich bei Organisationsaufgaben die Mitarbeitenden der VHS-Verwaltung unterstützen. Gemeinsam wollen wir eine Fortsetzung des erfolgreichen Angebots der beiden Fachbereiche erreichen.“

 

Haben Sie schon neue Ideen für Ihren Fachbereich?

„Zum einen habe ich die Idee, das Angebot in beiden Fachbereichen auszuweiten: Deutschkurse, die über das Niveau B1 hinausgehen, halte ich ebenso für eine interessante Erweiterung des Angebots wie etwa Chinesisch oder Polnisch. Aber auch Trendsportarten, beispielsweise Stand-Up-Paddling oder Bouldern, können das bestehende Angebot sicher gut ergänzen. Zum anderen sehe ich es als große Chance, dass ich die Leitung von gleich zwei Fachbereichen übernehme, und würde diese gerne enger zusammenführen. Dabei denke ich beispielsweise an Koch- oder Sportkurse, an denen einheimische Bürger*innen und solche mit anderer Herkunft gleichermaßen teilnehmen. So können verschiedene Kulturen miteinander in Kontakt treten und sich nicht nur im Bereich Ernährung bzw. Sport fortbilden, sondern gleichzeitig eine Sprache erlernen oder vertiefen. Weiterhin plane ich die Teilnahme an der Landesinitiative ‚Durchstarten in Ausbildung und Arbeit‘, um jungen Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.“

 

Wo sehen Sie die Herausforderungen für die VHS Ibbenbüren?

„Erstens denke ich, dass die Weiterentwicklung des Integrations-Themas eine Herausforderung darstellt. Dank des eingespielten Dozierendenteams klappt die Vermittlung der deutschen Sprache sehr gut, aber da ist Integration ja noch nicht beendet. Der nächste herausfordernde Schritt besteht in der Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt. Deshalb sind mir die genannten gemeinsamen Aktivitäten und die Landesinitiative auch so wichtig. Damit wird das gesellschaftliche Miteinander gefördert und einem Auseinanderdriften der Gesellschaft entgegengewirkt. Eine zweite Herausforderung für die VHS Ibbenbüren sehe ich in der Digitalisierung. In Zeiten, in denen wir Sprachen mit Apps wie Babbel lernen und Yoga Zuhause mit einem You Tube-Video machen können, dürfen wir als Anbieter von Bildungsangeboten uns diesem Thema nicht verschließen. Vielmehr müssen wir aufzeigen, wie gewinnbringend die Verbindung von unserem bestehenden Angebot mit digitalen Medien und Trends ist.“

 

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

„Das sind auf jeden Fall die gerade genannten Herausforderungen. Sowohl Integration als auch Digitalisierung halte ich für überaus wichtige Themen, die uns alle noch lange begleiten werden und an deren Entwicklungsprozess ich mich sehr gerne beteiligen möchte. Zudem habe ich schon vorher mit großer Freude in der Erwachsenenbildung gearbeitet, nämlich am Sprachenzentrum und am Germanistischen Institut der Uni Münster. Dort habe ich nicht nur viele Seminare geleitet, sondern auch Beratungen zu Kursangeboten und Weiterbildungsmöglichkeiten durchgeführt. Aus diesen Tätigkeiten weiß ich, dass lebenslange Weiterbildung relevant ist und in den nächsten Jahren für Jeden von uns noch relevanter werden wird. Deshalb empfinde ich es als große Bereicherung, nun von der Uni an die VHS zu kommen. Dies bietet mir die Möglichkeit, für einen noch vielschichtigeren Adressatenkreis Bildungsangebote zu konzipieren. Mit diesen Angeboten Reflexionen anzustoßen sowie Persönlichkeitsentwicklungen zu ermöglichen, reizt mich sehr.“

 

Wie entspannen Sie in Ihrer Freizeit?

„Ich lese gerne einen guten Krimi oder gehe ins Kino. Außerdem verbringe ich meine Freizeit so oft wie möglich draußen, am liebsten auf Fahrradtouren im Münsterland.“

 

Haben Sie ein Lebensmotto?

„Franz Kafka soll einmal gesagt haben: ‚Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.‘ Daran versuche ich mich zu halten und hatte schon oft Erfolg damit: Viel Schönes und Spannendes passiert, wenn wir Neues lernen und ausprobieren – deshalb freue ich mich auch sehr auf die neuen Aufgaben an der VHS Ibbenbüren.“

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Volkshochschule Ibbenbüren

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